IGS für den Landkreis Uelzen

WIR - für eine fehlende Schulform in Uelzen

Willkommen auf unserer Seite!

 

Eine IGS für den Landkreis Uelzen?

Die Zeit des Wartens, bis die Elternabfrage des Landkreises abgeschlossen ist, wird noch einen Moment dauern.

Deshalb haben wir uns dafür entschieden, unsere Unterschriftenlisten auszuwerten!

Wir konnten in einem sehr kurzen Zeitraum – vom 18. Juni 2019 bis zum Beginn der offiziellen Abfrage durch den Landkreis Uelzen (21.08.2019) über 300 Unterschriften für eine IGS im Landkreis Uelzen sammeln. Mit der offiziellen Abfrage, lag unser Augenmerk, nicht mehr bei den zu sammelnden Unterschriften, sondern darauf die zu befragenden Eltern über eine IGS zu informieren und von ihren Vorzügen zu überzeugen.

Wir freuen uns sehr, dass wir in knapp 3 Wochen über 300 Unterschriften sammeln konnten – denn die Sommerferien haben wir nicht aktiv für die Unterschriftenaktion genutzt. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle, die uns hierbei unterstützt haben!

Aufgrund der vielen gesammelten Unterschriften, sind wir sehr gespannt auf die Ergebnisse der Abfrage und sind durchaus positiv gestimmt.

In der Kreisschulausschuss – Sitzung am 24.10.2019 haben wir nachgefragt, ob man uns einen aktuellen Zwischenstand zur Abfrage der Schullandschaft im Landkreis Uelzen hinsichtlich der Beteiligung / Rückläufer geben kann und wie mit den Daten umgegangen wird bzw. wann denn dann die ausgewerteten Zahlen vorgestellt werden.

Von Seiten der Verwaltung ist es derzeit nicht möglich einen aktuellen Zwischenstand zu geben, da die Zahlen gebündelt vorgestellt werden sollen. Des Weiteren teilte man uns mit, dass sich der Kreisausschuss derzeit damit beschäftigt, wie man mit den aufbereiteten Datensätzen umgeht. Derzeit ist noch nicht klar, ob die eigens für die Schullandschaft im Landkreis Uelzen eingerichtete Steuergruppe, die Datensätze auswerten wird. Dies wäre dann allerdings sehr befremdlich, denn wenn nicht diese Steuergruppe die Kompetenz mitbringt, die Daten beurteilen zu können, wer denn dann bitte schön sonst? Der Kreisausschuss?

Auch der Zeitplan und die Frage, wie man die Öffentlichkeit bzw. die befragten Eltern informiert wird derzeit noch im Kreisausschuss debattiert. Klar ist zum jetzigen Zeitpunkt nur, dass die Aufbereitung der Datensätze bis 31.12.2019 erfolgen soll. Danach werden diese im Januar 2020 dem Kreisausschuss vorgestellt.

Leider bleibt bei uns der Eindruck, dass seitens des Landkreises keine Veränderung der Schullandschaft gewünscht ist oder man noch immer hofft, sich vor der daraus resultierenden Arbeit so lange wie möglich „drücken“ zu können. Wir hoffen, dass der Kreisausschuss die Ergebnisse der Abfrage ernst nimmt und die notwendigen Konsequenzen zeitnah durch diejenigen ausarbeiten lässt, die sich schon vorab intensiv mit der Schullandschaft im Landkreis beschäftigt haben.

Wir werden weiter dranbleiben, in regelmäßigen Abständen nachfragen und weiterhin über die Website informieren.

Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie, was eine IGS von den anderen im Landkreis Uelzen vorhandenen Schulformen unterscheidet und welche Aktionen wir als Elterninitiative in den letzten Monaten unternommen haben.

Gerne beantworten wir alle Ihre Fragen per Mail über kontakt@igs-für-uelzen.de.

Eine integrierte Gesamtschule (IGS) für den Landkreis Uelzen! Eine Schule, die nicht schon 10-jährige-Kinder nach Hauptschule, Realschule und Gymnasium trennt! Eine Schule, die Bildungswege offen hält! Eine Schule, die die ganze Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler im Blick hat! Eine Schule, die unsere Kinder auf die Welt von morgen nicht mit Konzepten von gestern vorbereitet!

Wie kann es sein, dass der Landkreis Uelzen einer der letzten Landkreise in Niedersachsen ist, der eine solche Schule nicht vorhält? Gute Bildung ist ein Standortvorteil. Das sollte sich doch rumgesprochen haben. 

Bitte teilt diese Seite  auch weiterhin und informiert Eure Klassen bzw. Kindergartengruppe über diese Website. 

Denn nur gemeinsam kriegen wir das hin!

 

Was ist eine integrierte Gesamtschule?

Eine Integrierte Gesamtschule (IGS) unterrichtet Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis zum Abitur. Entsprechend der Leistungsfähigkeit und den Neigungen erhalten die Schülerinnen und Schüler hier eine grundlegende, eine erweiterte oder eine vertiefte Allgemeinbildung- und haben die Möglichkeit einer individuellen Schwerpunktbildung. Somit ist es an einer IGS möglich, alle Abschlüsse zu erlangen, die an anderen Schulen (Haupt-, Realschule oder Gymnasium) auch vergeben werden.  

Unterschied zu anderen Schulformen

Der Unterscheid zu anderen Schulformen ist, dass sich die Schüler nicht bereits nach der 4. Klasse für eine bestimmte Schulform entscheiden müssen, sondern dass alle Schüler gemeinsam in einer Klasse nach einem gemeinsamen Lehrplan unterrichtet werden. Die Klassen bestehen aus Haupt-, Real- und Gymnasialschülern in etwa in der Zusammensetzung, wie sie durchschnittlich im Landkreis vertreten sind.

Die Schülerinnen und Schüler werden zuerst in allen Fächern gemeinsam unterrichtet mit Unterrichtsmethoden, die jedem Kind gerecht werden. Um die individuellen Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen sowie die unterschiedlichen Lernsituationen und Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler zu fördern und zu fordern, benötigt es den Einsatz vielfältiger Unterrichtsverfahren und -formen. Dies können Formen der Gruppenarbeit, Formen der Freiarbeit (z.B. Wochenarbeitspläne mit individuellen Aufgaben, Arbeitsmaterialien, die verschiedene Leistungsniveaus ermöglichen, etc.), Formen der Projektarbeit und Ähnliches sein.

In der Regel wird ab der 7. Klasse begonnen, in Mathematik und Englisch, ab der 8. Klasse in Deutsch und ab der 9. Klasse auch in den Naturwissenschaften binnendifferenziert zu unterrichten. Das bedeutet in der Praxis, dass alle Schüler anhand Ihrer Leistungen in diesen Fächern in Kurse eingeteilt werden und so entsprechend gefordert und gefördert werden. Durch diese Differenzierung kann eine IGS einem Schüler mit Hauptschulniveau genauso gerecht werden wie einem Schüler, dessen Leistungen denen eines Gymasialschülers entsprechen.

Es gibt in der Regel keine Zensuren bis Ende der achten Klasse. Die Schülerinnen und Schüler erhalten sogenannte Lernentwicklungsberichte.

Ein "Abschulen" an andere Schulen oder in andere Schulzweige oder Sitzenbleiben gibt es nicht.

Das soziale Miteinander zwischen allen an der Schule beteiligten hat einen hohen Stellenwert, was sich auch im Schulprogramm manifestiert. Der respektvolle Umgang miteinander von Schülern mit verscheiden starken Leistungsniveaus und das Erkennen und Respektieren von Fähigkeiten der anderen, die sich nicht nur auf den Unterricht beschränken sind ein zentrales Ziel einer Integrierten Gesamtschule. Deswegen kann dieses Schulkonzept nur funktionieren, wenn Kinder mit unterschiedlich ausgeprägtem Leistungsstand die gleiche Klasse besuchen.

Die IGS führt zum Ende des Sekundarbereichs I zu den selben Abschlüssen, die auch an einer Haupt-, Real-, oder Oberschule erreicht werden können. Das Erreichen eines erweiterten Sekundarschulabschluss I ermöglicht den Schülern den Besuch der gymnasialen Oberstufe (Klasse 11 – 13).

Für die gymnasiale Oberstufe gelten an einer Gesamtschule die gleichen Vorgaben und Bedingungen wie an einem Gymnasium.