IGS für den Landkreis Uelzen

WIR - für eine fehlende Schulform in Uelzen

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Pressemitteilung vom 15.05.2020

Wie seit dem 17. März 2020 auf unserer Website zu lesen ist, ruhen die Tätigkeiten der Elterninitiative zur Gründung einer IGS im Landkreis Uelzen derzeit wegen der Covid-19 Pandemie.

Wir sehe keine Möglichkeiten, zum jetzigen Zeitpunkt etwas bewegen zu können. Der Schulausschuss hatte seine nächste Sitzung ohnehin erst für den 11.06.2020 geplant, somit wäre es auch ohne Pandemiein den letzten Wochen ruhig zum Thema Weiterentwicklung der Schullandschaft im Landkreis Uelzen gewesen.

Auch die CDU-Kreistagsfraktion hat bis heute nicht auf unsere Anfrage vom 29.02.2020 geantwortet. Wir gehen aber davon aus, dass diese Antwort kurzfristig erfolgen wird. Sofern die Tätigkeiten des Schulausschusses wieder aufgenommen werden, werden auch wir uns wieder in die Debatten einmischen.

Wir hoffen, dass alle beteiligten Politikern nach dieser Zeit und den daraus resultierenden Problemen im Bereich der Schullandschaft, an einer schnellen aber guten Lösungsfindung zu diesem Thema Gründung einer IGS im Landkreis Uelzen interessiert sind.


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05.02.2020

Zur Schulausschuss-Sitzung am 5. Februar 2020

Gespannt haben wir auf den Termin, die Veröffentlichung der Ergebnisse der Elternbefragung zur Schullandschaft im Landkreis Uelzen gewartet. Nachdem die ersten Zahlen bereits in den letzten Wochen durchgesickert sind und sich die einzelnen Parteien in der örtlichen Presse entsprechend geäußert haben, waren wir sehr neugierig, wie sich die Zahlen im Einzelnen darstellen.

Gleich eine interessante Feststellung zu Beginn der Sitzung: Die drei Grundschulen, die die meisten Rückläufer vermelden konnten, waren die Grundschulen der Samtgemeinde Suderburg und die Neue Auetal-Schule in Lüder, eine private Grundschule. Ob sich daraus ableiten lässt, dass diese Eltern mit dem vorhandenen Schulangebot an weiterführenden Schulen am unzufriedensten sind mag subjektiv ausgelegt sein.

Frau Bönschen, Leiterin des Bildungsbüros Landkreis Uelzen hat die Zahlen, die sich aus der Abfrage ergeben haben, wertungsfrei dargestellt. Diese stehen für alle, die sich detailliert dafür interessieren unter folgendem Link:

https://www.landkreis-uelzen.de/Portaldata/2/Resources/landkreis_uelzen/amt_40/dokumente/Ergebnisse_der_Befragung_der_Erziehungsberechtigten_im_Landkreis_Uelzen.pdf

zur Verfügung.

Darauf folgte ein interessantes Schauspiel, wie unterschiedlich man Zahlen und Fakten auslegen kann, je nachdem welcher politischen Fraktion man angehört.

Es wird nicht leicht werden, die Ergebnisse umzusetzen. Das etwas in der Schulpolitik passieren muss, dass ein Einfaches „Augen zu und weiter so“ nicht geht war uns – und wir denken auch den politischen Beteiligten – von vornherein klar.

Dass es jetzt aber eine Fraktion gibt, die versucht nur den für sie vielleicht nicht gewünschten, aber dann doch angenehmeren Ergebnisteil schnellstmöglich umsetzen zu wollen und dann die Steuergruppe auflösen zu wollen, ist eine Farce. Sollte diesem Antrag stattgegeben werden, fragen wir uns wirklich: Wo bleibt das demokratische Verständnis in diesem Landkreis?

Wir wünschen uns inständig, dass der von der CDU gestellte Antrag abgelehnt wird und sich die Verantwortlichen darauf besinnen zu schauen, wie man die Wünsche der Eltern umsetzt.

Man hat die Steuergruppe - bestehend aus Politikern jeder Fraktion und aber auch Schulleitern aus dem Oberschul-, Gymnasialzweig und der KGS - ins Leben gerufen, um sich fundierte Empfehlungen geben zu lassen. Nur die realitätsnahe Betrachtungsweise derjenigen, die sich tagtäglich mit der Materie beschäftigen kann der Politik wirklich weiter helfen schulpolitische Entscheidungen zu treffen, die realitätsnah und langfristig tragbar sind.

Wenn jetzt wieder eine Schnellschuss-Entscheidung den Schulen, Schülern und Eltern übergestülpt wird, braucht sich keiner wundern, wenn man in kurzer Zeit feststellen muss, dass auch das nicht funktioniert. Die Ergebnisse einer solchen Aktion haben wir doch mit der Gründung der Oberschulen 2011 jetzt auf dem Tisch.

Ja, Veränderungen in der Schullandschaft könnten auf Dauer auch bedeuten, dass Schulstandorte nicht mehr gehalten werden können. Die Ergebnisse der Frage 4 des Fragebogens zeigen uns aber schon heute, dass die Oberschulen im Südkreis auch heute, ohne neu gegründete Alternative, nicht ausreichend angewählt werden würden. Vielleicht kommt aber ja im Zuge der weiteren Gespräche auch die Idee auf, dass man mit einer neuen Schulform auch einen Standort retten könnte.

Wir bleiben gespannt…



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