IGS für den Landkreis Uelzen

WIR - für eine fehlende Schulform in Uelzen

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Pressemitteilung vom 04.10.2020

Liebe Fraktionen der Grünen, der SPD, der FDP und der Linken, wir haben uns über ihren gemeinsamen Antrag zum strukturierten Abstimmungsverfahren zur zukünftigen Schullandschaft im Landkreis Uelzen gefreut!

Das ist ein wichtiges und starkes Signal für uns Eltern, dass wir doch gehört und die Ergebnisse aus der Abfrage ernst genommen werden! Ebenso ist es ein Signal, dass es in diesem Landkreis Parteien gibt, die wissen, dass Entwicklung nur stattfinden kann, wenn man sich dialog- sowie kompromissbereit mit anderen Parteien an einen Tisch setzt.

Zum Vorgehen der CDU und der UWG fällt uns nicht mehr viel ein. Lediglich eines: Das, was sie hier veranstalten, hat mit Demokratie nichts zu tun. Schauen wir doch mal zurück … scheinbar glauben die beiden Fraktionen das Eltern und Wähler Dinge vergessen.

Vor zwei Jahren hat man die einzige Gesamtschule des Landkreises, im Kontext von eventuell anfallenden Baumaßnahmen, in ihrer Zügigkeit begrenzt. Leider ohne sich genauere Gedanken dazu zu machen, aus welchem Grund Eltern bereit sind ihre Kinder Tag für Tag quer durch den Landkreis zu schicken. Da haben die Eltern aber nicht so einfach mitgespielt und ihre Kinder nicht brav an den 2011 durch die CDU hastig eingeführten Oberschulen angemeldet, die teilweise immer weniger Kinder pro Jahrgang verzeichnen. Nein, der Ruf der Eltern nach einer weiteren Gesamtschule wurde groß! Auch die Fragen nach einer Realschule unterstreichen die damalige Fehlentscheidung bei Einführung der Oberschulen durch die CDU.

Anstatt jedoch mal zu hinterfragen, WARUM das so ist, brachte man seitens der UWG in Windeseile eine Elternbefragung auf den Tisch. Welche mit tatkräftiger Unterstützung der CDU noch mal ein wenig verwirrender gestaltet wurde, da man auch nach einem Realschulangebot fragen wollte.

Man schien sich sicher zu sein, dem Willen der befragten Eltern mit dem bestehenden Angebot voll zu entsprechen, sonst hätte man sich spätestens mit Herausgabe der Fragebögen Gedanken um die Konsequenzen machen müssen.

Wohl gemerkt fand dieses Vorgehen statt, nachdem im Vorfelde, genauer im Februar 2019, alle weiterführenden Schulen die Möglichkeit hatten, ihre Schule und ihre Arbeit vorzustellen!

Nach der Elternabfrage und der Vorstellung der Ergebnisse hat der Vorsitzende des CDU Kreisverbandes gegenüber der AZ am 15.01.2020 gesagt: „Wir werden die Wünsche der Eltern ernst nehmen und umsetzen. Es wird eine Realschule und IGS am eindeutig präferierten Standort Uelzen geben.“ (nachzulesen im AZ-Bericht vom 16.01.2020)

Lieber Herr Hillmer - was ist denn nun mit Ihren großen Worten??? Vergessen? Das darf Ihnen doch als Landtagsabgeordneter nicht passieren! Oder welche Taktik steckt dahinter?

Es ist erschreckend, welche antiquierten Ansichten die CDU im Landkreis Uelzen in Sachen Schulpolitik vertritt. Schaut man in andere Kreise dieses Bundeslandes kann man Gewiss sein, dort CDU-Politiker zu finden, die erkannt haben, dass Integrierte Gesamtschulen eine zukunftsorientierte, nachhaltige Schulform mit vielen Vorteilen, unter anderem im Bereich der sozialen Kompetenzen sind, und nichts, was mit aller Macht verhindert werden muss. Allen Voran voran zu nennen ist hier der Landesvorsitzende der CDU, Herr Althusmann.

Nachdem nun also scheinbar der CDU das Ergebnis der Elternbefragung nicht passt und die UWG, hier das Fähnchen im Winde, sich nun doch der großen CDU anschließt, hat man nach anderthalb Jahren noch einmal den Schulen die Möglichkeit gegeben, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Und nun möchte man sie weiter arbeiten lassen - komisch, wo waren Sie beim ersten Vortrag in der Steuerungsgruppe? Nicht da oder haben Sie geschlafen?

Es ist kaum vorstellbar, dass die Schulen nun so viel anderes anderes zu berichten hatten, als vor anderthalb Jahren!


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04.10.2020

Pressemitteilung vom 22.09.2020

Im Moment ist es nicht ganz einfach die richtigen Worte zu den aktuellen Entwicklungen der Schullandschaft im Landkreis Uelzen zu finden!

Herr Reuter hat uns mit seinem Artikel vom 19.09.2020 in der AZ hat uns ein Stückweit aus der Seele gesprochen und wir möchten uns an dieser Stelle nicht wiederholen! Aber nichts zu den neusten Entwicklungen zu sagen, würde eventuell ein Resignieren signalisieren und an diesem Punkt, da kann sich Politik sicher sein, sind wir von der Elterninitiative noch lange nicht.

Für den Landkreis Uelzen wäre die Weiterentwicklung der Schullandschaft eine wahnsinnige Chance sich zukunftsorientiert aufzustellen und Schulstandorte zu stärken und zu erhalten.

Scheinbar ist es so manchem Politiker nicht bewusst, dass man mit einer zukunftsfähigen Schulpolitik einen Landkreis attraktiver macht - Familien Perspektiven bietet.

Die derzeitige Schullandschaft im Landkreis Uelzen ist nicht für alle Kinder gemacht. Es gibt tatsächlich Kinder die Zeit brauchen und deren Eltern bereit sind ihren Kindern die nötige Zeit zu geben und die nicht den Bildungsweg ihrer Kinder schon ab Klasse 4 festschreiben möchten.

Wir bedauern es zutiefst, dass sich DAS so mancher Politiker im Landkreis Uelzen nicht eingestehen kann und mit seinem Verhalten maßgeblich dazu beitragen wird, dass ein ganzer Landkreis vergreisen und jungen Menschen, insbesondere Familien keine Zukunft bieten wird!

WARUM? Weil es einfach viele, viele andere attraktivere Landkreise um uns herum gibt, die bereit sind Kindern und Familien alle Möglichkeiten zu bieten. Landkreise, die verstanden haben das BILDUNG ein STANDORTVORTEIL ist und dort Politik tatsächlich gemeinsam für den Landkreis gemacht wird - frei von Prestige und Macht.

Innerhalb so mancher Partei im Landkreis Uelzen zeichnet sich ein gewisser Überalterungsprozess schon ab und der Nachwuchs fehlt. Wenn man sich allerdings anschaut, wie mit dem sogenannten „Elternwillen“ in unserem Landkreis umgegangen wird, muss man sich nicht wundern, warum es zu Wahlverdrossenheit kommt und warum junge Menschen keine Lust auf Politik im Landkreis Uelzen haben!!!

Sie, liebe Politiker, haben eine Vorbildfunktion für unsere Kinder! Sie sollten den Kindern, über deren Bildungschancen Sie entscheiden, vorleben wie Demokratie funktioniert und dass es auch in Ordnung ist Kompromisse einzugehen und verschiedene Lösungswege zu finden! Sie sollten diesen Kindern zeigen, dass Sie in einem Landkreis groß werden, wo es weniger um Ideologien und Macht geht, sondern wo man jedem Kind alle Möglichkeiten bietet, wo Grundsteine gelegt werden und wo diese Kinder später einmal gerne mit der eigenen Familie wieder hin zurückkehren, weil sie dort eine tolle Kindheit und die PASSENDE SCHULE hatten. Hören Sie endlich auf an Türschildern zu kleben!

Die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP haben mit ihren Anträgen ein zukunftsweisendes Signal in Richtung IGS gesetzt! Wir appellieren inständig an die Politiker dieser Fraktionen, reibt euch nicht an der Standortfrage auf! Setzt euch alle zusammen an einen Tisch - die jeweiligen Ideologien gebt bitte vorher an der Tür ab und erarbeitet GEMEINSAM ein Konzept einer zukunftsfähigen integrativen Gesamtschule - nutzt eure Chance jetzt für unsere Kinder - für einen zukunftsfähigen Landkreis Uelzen!

Ganz getreu dem Motto von Pippi Langstrumpf: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!“



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